Der Mensch kehrt nach mehr als einem halben Jahrhundert zum Mond zurück: Verfolge die aktuelle Flugbahn der Artemis-II-Mission auf dem Weg zum Mond im „Livestream der NASA“. Das Orion-Raumschiff verfügt über Außenkameras am Rumpf. Siehe zur Artemis-II-Mission neueste Nachrichten auf der Website der Tagesschau. (NASA-Livestream) (Informatives Video)

Legio XIX (19. Legion): Unterschied zwischen den Versionen

Wikiscientiae.org | Wissenschaft, Forschung und Lehre – freie und offene Bildung für alle Menschen
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. (Wulfrich) (dt. Germ.) (Diskussion | Beiträge)
Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. (Wulfrich) (dt. Germ.) (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 9: Zeile 9:
{{aau}}
{{aau}}
== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* [[Varusschlacht]]
* [[Legionen in der Varusschlacht]]
* [[Legionen in der Varusschlacht]]
{{K}}
{{K}}

Aktuelle Version vom 24. Februar 2026, 16:23 Uhr

Die Legio XIX (19. Legion) wurde ebenfalls vermutlich um 41/40 v. Chr. unter Octavian aufgestellt. Ihre Verbindung zu den Bürgerkriegslegionen Caesars und Pompeius’ oder zur Legio XIX Classica Marcus Antonii ist hypothetisch. Nach der Schlacht von Actium könnte die Legion in Aquitanien stationiert gewesen sein, während Veteranen um 30 v. Chr. in der Gegend von Pisa angesiedelt wurden.

Im Jahr 15 v. Chr. nahm die Legion an Feldzügen im mittleren Alpenraum teil, die Teil der römischen Expansion in den Alpenvorlanden waren. Dabei war sie der westlichen Heeresgruppe unter Tiberius zugeteilt, während die östliche Heeresgruppe unter Drusus operierte. Archäologische Ausgrabungen im Römerlager Dangstetten (1967) konnten die Anwesenheit der Legion anhand von militärischen Anhängern mit der Prägung XIX nachweisen. Weitere Funde, darunter gestempelte Katapultpfeilspitzen vom Döttenbichl bei Oberammergau, sowie Artefakte aus Augsburg und Mont Terri, bestätigen die Präsenz der Legion in der Region und ihre Beteiligung an den Alpenfeldzügen.

Später wurde die Legio XIX nach Niedergermanien verlegt, mit möglichen Zwischenstationen in Köln und zeitweisen Lagern in Haltern, wo unter anderem ein Bleibarren mit der Inschrift LXIX gefunden wurde, der die Legion eindeutig identifiziert. Im Jahr 6 n. Chr. war die Legion Teil der nördlichen Heeresgruppe im Feldzug gegen Marbod. Im Jahr 9 n. Chr. wurde sie zusammen mit den Legionen XVII und XVIII in der Varusschlacht vernichtet. Der Legionsadler wurde 15 n. Chr. von Germanicus zurückerobert.

Archäologische und chemische Untersuchungen von Buntmetallfunden in Kalkriese, Dangstetten und Haltern konnten die Legion eindeutig nachweisen und liefern neue Erkenntnisse zur genauen Lokalisierung der Varusschlacht. Namentlich bekannte Angehörige der Legio XIX sind der Militärtribun Gnaeus Lerius, Centurio Sextus Abulenius sowie mehrere Veteranen, deren Inschriften in Italien gefunden wurden. Die Legion verdeutlicht die strategische Bedeutung der Rheinfront für Rom, die logistische Organisation römischer Feldheere und die Folgen katastrophaler Niederlagen an der Grenze.

© 2026 Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. (Wulfrich) (dt. Germ.)

Siehe auch

Wissenschaftliche Nachschlagewerke

Enzyklopädien & Lexika

Brockhaus Enzyklopädie

Brockhaus Schullexikon

Brockhaus Kinderlexikon

Encyclopædia Britannica

Britannica Kids

Encyclopedia.com

Wikipedia (Wiki)

World History Encyclopedia

Wissen.de

DocCheck Flexikon

Wikiscientiae.org

Germanische Altertumskunde

Bibliotheken

Deutsche Nationalbibliothek (DNB)

Deutsche Digitale Bibliothek (DDB)

British Library (BL)

Library of Congress (LCCN)

WorldCat

Archive

Deutsches Zeitungsportal

Internet Archive (Wayback Machine)

Zeno.org

Tagesschau (ARD / Das Erste)

Wörterbücher

Duden

Langenscheidt-Wörterbücher

Pons-Wörterbuch

Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)

Wissenschaftliche Publikationen

National Geographic

GEO

  • GEO ← Artikelsuche

Atlanten

Diercke Weltatlas