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Kimbern: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Kimbern (lateinisch  
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''Cimbri'') waren ein [[Germanen|germanischer Stamm]], der während der späten Eisenzeit im Gebiet des heutigen Jütlands siedelte. Im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. zogen sie gemeinsam mit den Teutonen und Ambronen nach Süden und gerieten dabei mehrfach in Konflikt mit der Römischen Republik. Die Kimbern sind vor allem durch die sogenannten Kimbernkriege bekannt, die durch ihre Wanderbewegungen und militärischen Auseinandersetzungen mit römischen Truppen geprägt waren. Ihr historisches Wirken hatte bedeutende Auswirkungen auf die römische Militärorganisation und die Wahrnehmung nördlicher Völker in der antiken Welt.
''Cimbri'') waren ein [[Germanen|germanischer Stamm]], der während der späten Eisenzeit im Gebiet des heutigen Jütlands siedelte. Im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. zogen sie gemeinsam mit den Teutonen und Ambronen nach Süden und gerieten dabei mehrfach in Konflikt mit der Römischen Republik. Die Kimbern sind vor allem durch die sogenannten Kimbernkriege bekannt, die durch ihre Wanderbewegungen und militärischen Auseinandersetzungen mit römischen Truppen geprägt waren. Ihr historisches Wirken hatte bedeutende Auswirkungen auf die römische Militärorganisation und die Wahrnehmung nördlicher Völker in der antiken Welt.


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== Nachwirkung ==
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Nach der Niederlage bei Vercellae verschwanden die Kimbern als eigenständiger Stamm aus den antiken Quellen. Einige Gruppen sollen in benachbarte germanische Stämme integriert worden sein, während andere vermutlich in der römischen Welt verblieben oder sich auflösten. Historisch sind die Kimbern vor allem als Beispiel für die Bewegungen der germanischen Völker in der späten Eisenzeit und als Gegner Roms bekannt geblieben. Ihre militärischen Auseinandersetzungen hatten nachhaltige Auswirkungen auf die römische Militärreform und die Wahrnehmung der nördlichen Völker in der antiken Welt.
Nach der Niederlage bei Vercellae verschwanden die Kimbern als eigenständiger Stamm aus den antiken Quellen. Einige Gruppen sollen in benachbarte germanische Stämme integriert worden sein, während andere vermutlich in der römischen Welt verblieben oder sich auflösten. Historisch sind die Kimbern vor allem als Beispiel für die Bewegungen der germanischen Völker in der späten Eisenzeit und als Gegner Roms bekannt geblieben. Ihre militärischen Auseinandersetzungen hatten nachhaltige Auswirkungen auf die römische Militärreform und die Wahrnehmung der nördlichen Völker in der antiken Welt.
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== Siehe auch ==
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* [[Kimbernkriege]]
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* [[Liste germanischer Stämme]]
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== Literatur ==
== Literatur ==

Aktuelle Version vom 15. Februar 2026, 14:58 Uhr

Die germanischen Völker um das Jahr 50 n. Chr.

Die Kimbern (lateinisch Cimbri) waren ein germanischer Stamm, der während der späten Eisenzeit im Gebiet des heutigen Jütlands siedelte. Im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. zogen sie gemeinsam mit den Teutonen und Ambronen nach Süden und gerieten dabei mehrfach in Konflikt mit der Römischen Republik. Die Kimbern sind vor allem durch die sogenannten Kimbernkriege bekannt, die durch ihre Wanderbewegungen und militärischen Auseinandersetzungen mit römischen Truppen geprägt waren. Ihr historisches Wirken hatte bedeutende Auswirkungen auf die römische Militärorganisation und die Wahrnehmung nördlicher Völker in der antiken Welt.

Siedlungsgebiet

Ursprünglich siedelten die Kimbern in der Halbinsel Jütland im heutigen Dänemark. Archäologische Funde und antike Berichte deuten darauf hin, dass sie in relativ dicht besiedelten Agrarlandschaften lebten, die Landwirtschaft und Viehzucht erlaubten. Ihr Territorium lag an strategisch wichtigen Punkten für Wanderbewegungen und bot Zugang zu Nord- und Ostsee. Im Verlauf ihrer Wanderungen verließen die Kimbern ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet und zogen nach Süden in das heutige Deutschland und das Gebiet des römischen Gallien.

Gesellschaft und Politik

Die Kimbern waren in Stammesverbände gegliedert, die von Häuptlingen und Fürsten geführt wurden. Die Führer übernahmen militärische, politische und religiöse Funktionen und koordinierten den Zusammenschluss größerer Gruppen im Rahmen von Migrationen und Kriegszügen. Die Stammesstruktur war patriarchalisch geprägt, wobei die Entscheidungen in enger Abstimmung zwischen Häuptlingen und Familienältesten getroffen wurden. Die politische Organisation der Kimbern ermöglichte es ihnen, größere Gruppen über weite Strecken zu mobilisieren und sich mit anderen Stämmen wie den Teutonen zu verbünden.

Wirtschaft und Lebensweise

Die wirtschaftliche Grundlage der Kimbern bildeten Landwirtschaft, Viehzucht, Fischfang und Jagd. Sie betrieben Getreideanbau und hielten Rinder, Schafe und Schweine. Zusätzlich spielten handwerkliche Tätigkeiten wie Weberei, Schmiedekunst und Werkzeugproduktion eine Rolle. Die Kimbern waren auch am Handel beteiligt, insbesondere beim Austausch von Rohstoffen und Fertigwaren entlang der Flüsse und Küsten.

Militärische Aktivitäten

Die Kimbern sind in den Quellen vor allem durch ihre militärischen Unternehmungen bekannt. Gemeinsam mit den Teutonen und Ambronen zogen sie im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. nach Süden und standen in mehreren Schlachten gegen die Römer. Die bekanntesten Auseinandersetzungen fanden im Zuge der Kimbernkriege statt, darunter die Niederlagen der Römer in Noreia und Arausio. Letztlich wurden die Kimbern 101 v. Chr. in der Schlacht bei Vercellae von Gaius Marius besiegt, was das Ende ihrer eigenständigen militärischen Expansion markierte.

Religion und Kultur

Über die religiösen Vorstellungen der Kimbern ist nur wenig bekannt. Wie bei anderen germanischen Gruppen ist anzunehmen, dass sie einen polytheistischen Glauben praktizierten und Naturkräfte, Ahnengeister und Stammesgötter verehrten. Kultische Handlungen und Opferungen spielten eine Rolle bei der Sicherung von Erfolg in Krieg und Landwirtschaft. Kulturell zeichneten sich die Kimbern durch handwerkliche Fertigkeiten aus, insbesondere in der Waffenherstellung, sowie durch ihre Fähigkeit aus, größere Bevölkerungsgruppen zu organisieren und zu mobilisieren.

Nachwirkung

Nach der Niederlage bei Vercellae verschwanden die Kimbern als eigenständiger Stamm aus den antiken Quellen. Einige Gruppen sollen in benachbarte germanische Stämme integriert worden sein, während andere vermutlich in der römischen Welt verblieben oder sich auflösten. Historisch sind die Kimbern vor allem als Beispiel für die Bewegungen der germanischen Völker in der späten Eisenzeit und als Gegner Roms bekannt geblieben. Ihre militärischen Auseinandersetzungen hatten nachhaltige Auswirkungen auf die römische Militärreform und die Wahrnehmung der nördlichen Völker in der antiken Welt.

©1997—2026 Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. (Wulfrich) (Urheber)

Siehe auch

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  • Wolfram Euler, Konrad Badenheuer: Sprache und Herkunft der Germanen – Abriss des Protogermanischen vor der Ersten Lautverschiebung. London/Hamburg 2009, ISBN 978-3-9812110-1-6.
  • Siehe Germanische Altertumskunde Online ← Artikelsuche
  • Walter Pohl: Die Germanen. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2004, S. 11 f., ISBN 3-486-56755-1
  • Anders D. Børglum, Cristiano Vernesi, Peter K. A. Jensen, Bo Madsen, Annette Haagerup, Guido Barbujani: No signature of Y chromosomal resemblance between possible descendants of the Cimbri in Denmark and Northern Italy, in: American Journal of Physical Anthropology 132 II (2007), S. 278–284
  • Christian Liebhardt: Der Zug der Kimbern und Teutonen: Hintergründe, Ablauf und Rückschlüsse. Saarbrücken, 2013.
  • Alexander Sitzmann, Friedrich E. Grünzweig: Altgermanische Ethnonyme. Ein Handbuch zu ihrer Etymologie unter Benutzung einer Bibliographie von Robert Nedoma. Herausgegeben von Hermann Reichert. Fassbaender, Wien 2008, ISBN 978-3-902575-07-4. (Philologica Germanica, 29)