Archäologische Entdeckung der Basilika des Vitruv: An der italienischen Adriaküste, im heutigen Stadtgebiet von Fano, führte ein eigentlich unspektakuläres Bauvorhaben zur archäologischen Entdeckung der Basilika des Vitruv. Bevor auf einem innerstädtischen Gelände ein Parkplatz errichtet werden sollte, wurde der Boden routinemäßig untersucht. Dabei kamen unerwartet Überreste antiker Bausubstanz zum Vorschein. Zwischen modernen Häusern legten Archäologen mehrere massive Sockel frei, die einst Marmorsäulen getragen hatten. Schnell entstand der Verdacht, dass es sich um ein bedeutendes Bauwerk aus der Römerzeit handeln könnte.

Markomannen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 14. Februar 2026, 10:26 Uhr

Markomannen, lateinisch Marcomanni [»Bewohner einer Mark«], elbgermanischer Stamm, erstmals 58 v. Chr. im Heer des Ariovist genannt, siedelte zunächst im Maingebiet. Nach einer Niederlage gegen die Römer unter Drusus (9 v. Chr.) und der Besetzung ihres Landes (Marktbreit) wurden die Markomannen von König Marbod nach Böhmen geführt, wo sie den Mittelpunkt eines mächtigen Völkerbundes bildeten. Viele Grabfunde (u. a. Fürstengräber) belegen ihr hochstehendes Kunsthandwerk, das weit nach Norden wirkte. Bereits im 1. Jahrhundert sind wohl markomannische Stammesteile nach Mähren abgewandert. Mit den verwandten Quaden fielen die zwischen oberer Elbe und Donau wohnenden Markomannen 170 tief ins Römische Reich ein und verwickelten die Römer in den Markomannenkriegen (166–180) in schwere Kämpfe. Nach dem 4. Jahrhundert wurden sie kaum noch genannt und gingen in den germanischen Stämmen Böhmens auf, die eventuell den Kern der Baiern bildeten. Andere Stammesteile siedelten sich – nach archäologischen Zeugnissen – im 5. Jahrhundert im Rhein-Main-Gebiet an.

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