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Legio XVIII (18. Legion)

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Die Legio XVIII (18. Legion), auch unter der Schreibweise Legio XIIX bekannt, wurde vermutlich ebenfalls um 41/40 v. Chr. unter Octavian aufgestellt. Sie ist in den Quellen der Bürgerkriege nicht gesichert belegt, und eine Verbindung zu den Legionen Marcus Antonii oder den Bürgerkriegslegionen Caesars und Pompeius’ bleibt hypothetisch. Nach der Aufstellung wurden Veteranen der Legion möglicherweise um 30 oder 14 v. Chr. in der neu gegründeten Colonia Ateste in Norditalien angesiedelt, ein Vorgehen, das typisch für römische Legionen war, um Soldaten nach der Entlassung Land zu sichern und ihre Loyalität zu fördern. Anschließend könnte die Legion in Aquitanien stationiert gewesen sein, bevor sie um 15 v. Chr. an die Rheinfront verlegt wurde, wo Winterlager in Vetera, Oberaden oder Haltern eingerichtet wurden.

Die Legion nahm an den Germanienfeldzügen des Drusus (13–9 v. Chr.) und Tiberius (8 v. Chr.–5 n. Chr.) teil, die die Ausweitung der römischen Kontrolle und die Sicherung der Handelswege entlang des Rheins zum Ziel hatten. Im Jahr 6 n. Chr. gehörte die Legio XVIII zur nördlichen Heeresgruppe im Feldzug gegen Marbod, der die Hälfte des römischen Militärpotentials zu dieser Zeit beanspruchte. Kurz nach Beginn des Feldzugs musste Tiberius den Einsatz abbrechen, um sich auf den Pannonischen Aufstand zu konzentrieren. 9 n. Chr. war die Legio XVIII in Vetera stationiert, bevor sie in der Varusschlacht vollständig vernichtet wurde.

Die Aquila der Legion wurde 41 n. Chr. unter Kaiser Claudius von Germanicus zurückerobert, was als symbolische Wiederherstellung römischer Ehre und militärischer Macht gilt. Namentlich bekannte Angehörige der Legion sind der Militärtribun Caius Pompeius Proculus aus Rom, der in der Varusschlacht gefallene Centurio Marcus Caelius und der einfache Soldat Titus Atidius Porcio aus Ateste. Die Legion illustriert die enge Verknüpfung von römischer Militärpolitik, territorialer Expansion und der Integration von Veteranen in Kolonien, zugleich aber auch die hohen Verluste, die das römische Grenzheer erleiden konnte.

© 2026 Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. (Wulfrich) (dt. Germ.)

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