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Gallien

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Gallien bezeichnet in der Antike das Siedlungsgebiet der keltischen Stämme, das sich über weite Teile des heutigen Frankreichs, Belgiens, der Schweiz sowie Teile Norditaliens, der Niederlande und Deutschlands erstreckte. Der Begriff „Gallien“ leitet sich vom lateinischen „Gallia“ ab, das von den Römern zur Bezeichnung dieser Region verwendet wurde.

In politischer und kultureller Hinsicht war Gallien kein einheitliches Gebiet, sondern bestand aus zahlreichen, oft rivalisierenden Stämmen mit eigenständigen politischen Strukturen und Lebensweisen. Die keltische Kultur in Gallien war durch eine gemeinsame Sprache, Religion und Kunst geprägt, die sich in der Hallstatt- und Latène-Kultur ausdrückte. Ihre Gesellschaft war hierarchisch organisiert und wurde von einer Kriegeraristokratie sowie einer einflussreichen Priesterschaft, den Druiden, dominiert.

Gallien geriet ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. zunehmend in den Einflussbereich der Römer, insbesondere nach der Eroberung durch Gaius Iulius Caesar während des Gallischen Krieges (58 bis 51 v. Chr.). Mit der Eingliederung in das Römische Reich wurde Gallien in verschiedene Provinzen aufgeteilt, darunter Gallia Narbonensis, Gallia Lugdunensis und Gallia Belgica. Die römische Herrschaft führte zu einer weitreichenden Romanisierung der Region, die sich in der Sprache, der Architektur und dem Rechtssystem widerspiegelte.

Im Zuge der Völkerwanderung und des Zerfalls des Römischen Reiches im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde Gallien von germanischen Stämmen wie den Franken besiedelt, die das kulturelle und politische Erbe der Region prägten und die Grundlage für das mittelalterliche Frankreich legten.

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