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Legio XVII (17. Legion)

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Die Legio XVII (17. Legion) war eine der drei römischen Legionen, die im Jahr 9 n. Chr. in der Varusschlacht unter Publius Quinctilius Varus vollständig vernichtet wurden. Sie wurde vermutlich um 41/40 v. Chr. unter Octavian, dem späteren Kaiser Augustus, während der Bürgerkriege aufgestellt. Eine direkte Verbindung zu den Legionen des Marcus Antonius oder den Bürgerkriegslegionen Caesars und Pompeius’ ist nicht nachweisbar, gilt jedoch in der Forschung als hypothetisch möglich. Nach der Schlacht von Actium im Jahr 31 v. Chr. war die Legion möglicherweise zunächst in Aquitanien stationiert, bevor sie um 15 v. Chr. an die strategisch wichtige Rheinfront verlegt wurde, wahrscheinlich zunächst ins Elsass und später an den Niederrhein. Hier befanden sich die Winterlager der Legion vermutlich in Vetera (heutiges Xanten), Oberaden oder Haltern, die als logistisch wichtige Stützpunkte dienten.

In Germania magna nahm die Legio XVII aktiv an den Feldzügen des Drusus (13–9 v. Chr.) teil, die der Sicherung der römischen Herrschaft und der Eroberung neuer Gebiete auf dem Gebiet des heutigen Niederrheins und Westdeutschlands dienten. Später beteiligte sie sich an den Feldzügen Tiberius’ von 8 v. Chr. bis 5 n. Chr., die eine langfristige Stabilisierung der römischen Grenzregionen zum Ziel hatten. Im Jahr 6 n. Chr. wurde die Legion zusammen mit der I Germanica, V Alaudae, XVIII und XIX der nördlichen Heeresgruppe unterstellt, die gegen Marbod, den König der Markomannen, vorrückte. Dieser Feldzug wurde jedoch kurz nach Beginn abgebrochen, als der Pannonische Aufstand ausbrach.

Die Legio XVII wurde zusammen mit der XVIII und XIX in der berühmten Clades Variana (Varusschlacht) vernichtet. Der Verlust der Legionen führte zu einer tiefen Schockwirkung im römischen Reich, da ganze Heeresgruppen ausgelöscht wurden. Der Legionsadler (Aquila) der Legio XVII konnte erst 16 n. Chr. von Germanicus im Rahmen der Rachefeldzüge zurückerobert werden. Schriftliche Quellen über die Legion sind äußerst spärlich; als einziges mögliches Zeugnis gilt ein kleiner militärischer Anhänger aus Helellum südlich von Argentoratum (Straßburg). Die Legio XVII symbolisiert damit die Risiken und Verwundbarkeit römischer Streitkräfte in neu eroberten Grenzgebieten und bietet gleichzeitig Einblicke in die militärische Organisation der frühen Kaiserzeit.

© 2026 Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. (Wulfrich) (dt. Germ.)

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