Der Mensch kehrt nach mehr als einem halben Jahrhundert zum Mond zurück: Verfolge die aktuelle Flugbahn der Artemis-II-Mission auf dem Weg zum Mond im „Livestream der NASA“. Das Orion-Raumschiff verfügt über Außenkameras am Rumpf. Siehe zur Artemis-II-Mission neueste Nachrichten auf der Website der Tagesschau. (NASA-Livestream) (Informatives Video)

Deutsches Zeitungsportal

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Das Deutsche Zeitungsportal ist ein digitales Archiv, das die historische Presse in Deutschland zugänglich macht und einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der deutschen Medien- und Kulturgeschichte leistet. Es wird von der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) betrieben und stellt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Bibliotheken und Archiven eine zentrale Anlaufstelle für den Zugang zu digitalisierten historischen Zeitungen dar. Das Portal ist Teil der Bemühungen, das kulturelle Erbe Deutschlands zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Entwicklung und Entstehung

Das Deutsche Zeitungsportal entstand als Projekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, die ihrerseits von der Bundesregierung sowie den Ländern gefördert wird. Die Entwicklung des Portals wurde maßgeblich durch den Wunsch getragen, die Fülle an historischen Zeitungen, die in Bibliotheken, Archiven und anderen kulturellen Institutionen vorhanden sind, zu zentralisieren und einer breiten Nutzergruppe zugänglich zu machen. Der Aufbau des Portals begann im Jahr 2018, und die erste Version wurde im September 2021 offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei knüpfte das Portal an ähnliche Projekte in anderen Ländern an, wie etwa das „British Newspaper Archive“ im Vereinigten Königreich oder die „Chronicling America“-Initiative in den Vereinigten Staaten.

Die Konzeption des Portals basierte auf der Idee, die historischen Zeitungen nicht nur zu digitalisieren, sondern sie auch durch innovative Such- und Analysetools nutzbar zu machen. Dabei sollte das Portal sowohl wissenschaftliche Forschungen als auch allgemeines Interesse fördern. Ziel war es, ein niederschwelliges Angebot zu schaffen, das ohne besondere technische Vorkenntnisse zugänglich ist, zugleich aber auch für die Anforderungen der Forschung geeignet ist.

Funktionsweise und technologische Grundlagen

Das Deutsche Zeitungsportal nutzt modernste Digitalisierungstechnologien, um historische Zeitungen in hoher Qualität bereitzustellen. Die Grundlage bildet die optische Zeichenerkennung (OCR), die es ermöglicht, den gedruckten Text der historischen Zeitungen maschinenlesbar zu machen. Dadurch können Nutzer gezielt nach Schlagworten, Namen oder anderen Begriffen innerhalb der Zeitungen suchen. Ergänzt wird die OCR-Technologie durch Metadaten, die von den teilnehmenden Institutionen bereitgestellt werden. Diese Metadaten umfassen Informationen wie Titel, Erscheinungsort, Erscheinungszeitraum und Herausgeber der Zeitungen.

Die technische Infrastruktur des Portals basiert auf den Standards der Deutschen Digitalen Bibliothek und stellt sicher, dass die bereitgestellten Daten langfristig verfügbar bleiben. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Benutzerfreundlichkeit des Portals gelegt. So bietet die Plattform eine intuitive Navigation, die es ermöglicht, gezielt nach bestimmten Zeitungen oder Zeiträumen zu suchen. Darüber hinaus können Nutzer durch interaktive Zeitachsen und Filteroptionen ihre Recherche präzisieren. Eine wichtige Funktion ist zudem die Volltextsuche, die es ermöglicht, auch große Datenmengen effizient zu durchsuchen.

Umfang und Bestand

Das Deutsche Zeitungsportal umfasst eine Vielzahl von Zeitungen, die vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts reichen. Zu den ältesten Beständen zählen Ausgaben aus der frühen Neuzeit, die einen Einblick in die ersten Phasen der deutschen Pressegeschichte geben. Der Schwerpunkt des Portals liegt jedoch auf Zeitungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, einer Epoche, die als „goldenes Zeitalter“ der Presse gilt. Viele der enthaltenen Zeitungen spiegeln die politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen ihrer Zeit wider und sind daher von unschätzbarem Wert für die historische Forschung.

Die Digitalisierung der Zeitungen erfolgt in Kooperation mit zahlreichen Bibliotheken und Archiven. Zu den Partnerinstitutionen gehören unter anderem die Staatsbibliothek zu Berlin, die Bayerische Staatsbibliothek und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Durch diese Zusammenarbeit konnte das Portal bereits zum Start eine beeindruckende Anzahl an Titeln und Jahrgängen bereitstellen. Der Bestand wird kontinuierlich erweitert, da neue Digitalisierungsprojekte hinzukommen und weitere Partnerinstitutionen eingebunden werden.

Bedeutung für Forschung und Öffentlichkeit

Das Deutsche Zeitungsportal ist nicht nur ein wichtiges Werkzeug für Historiker, sondern auch für viele andere Disziplinen von Bedeutung. Es ermöglicht Forschungen in den Bereichen Sozial- und Kulturgeschichte, Politikwissenschaft, Medienwissenschaft und Sprachwissenschaft. Die Möglichkeit, historische Zeitungen systematisch zu durchsuchen, eröffnet neue Perspektiven auf vergangene Ereignisse und Entwicklungen. Besonders in der Geschichtswissenschaft hat das Portal bereits zu zahlreichen neuen Studien und Erkenntnissen geführt.

Auch für die breitere Öffentlichkeit ist das Deutsche Zeitungsportal eine wertvolle Ressource. Es bietet die Möglichkeit, in die Geschichte einzutauchen und etwa durch die Lektüre alter Zeitungen das Alltagsleben vergangener Zeiten nachzuvollziehen. Viele Nutzer nutzen das Portal, um genealogische Recherchen durchzuführen oder historische Ereignisse in ihrer lokalen Umgebung zu erkunden. Damit trägt das Portal auch zur Vermittlung von Geschichte und zur Stärkung des kulturellen Bewusstseins bei.

Herausforderungen und Perspektiven

Die Arbeit am Deutschen Zeitungsportal ist mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Eine der größten ist die Sicherstellung der Urheberrechtskonformität, da viele Zeitungen des 20. Jahrhunderts noch urheberrechtlich geschützt sind. Dies schränkt die Möglichkeiten ein, bestimmte Bestände vollständig zugänglich zu machen. Eine weitere Herausforderung ist die Qualität der OCR-Erkennung, die insbesondere bei älteren und schlecht erhaltenen Vorlagen an ihre Grenzen stößt. Die Betreiber des Portals arbeiten jedoch kontinuierlich daran, diese Probleme zu lösen, etwa durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Texterkennung.

In Zukunft soll das Deutsche Zeitungsportal weiter ausgebaut werden. Geplant ist unter anderem die Integration weiterer Zeitungsbestände sowie die Entwicklung neuer Tools, die die Analyse der Zeitungen erleichtern. Langfristig wird angestrebt, das Portal als führende Plattform für die historische Presse in Deutschland zu etablieren und es noch stärker mit internationalen Initiativen zu vernetzen. Damit leistet das Deutsche Zeitungsportal einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Transformation der Geisteswissenschaften und zur Erschließung des kulturellen Erbes.

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